Furlbach bei Augustdorf (Kreis Lippe)
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Der Furlbach bei Augustdorf, Stukenbrock, Hövelriege

Der obere Furlbach bei Stukenbrock-Senne ist mit seinen Schluchten und Mooren der „Paradiesbach der Teutoregion“.

Quelle: als Furtbach am Gingweg in Augustdorf (Kreis Lippe)
Mündung: an der L751, 1 km nördlich von Delbrück-Steinhorst (Kreis Paderborn) in die Ems
Länge: 14,6 km (47 Brücken inklusive Furtbach)
Typ: sandgeprägter Tieflandbach
Flusssystem: Ems
Öffis: Buslinie 84.1 Schloß Holte > Stukenbrock > Stukenbrock, Mittweg
Auto: Stukenbrock, Wanderparkplatz Mittweg; Augustdorf, Mühlenweg Ecke Hechtstr.

Der Furtbach in Augustdorf (Kreis Lippe) bildet den Oberlauf des Furlbachs. Er entspringt rund 100 m östlich des Gingwegs und fließt als begradigter Graben in südwestlicher Richtung durch den Ort, unterquert dabei Gingweg, Berliner Straße, Kirchweg, Tulpenstraße, Rosenstraße, Gartenstraße, Mergelweg, Stukenbrocker Straße, Sporthalle Inselweg, Inselweg und Im Bruche. 390 m weiter südwestlich tritt der Furtbach in den Wald und ins Naturschutzgebiet „Schluchten und Moore am oberen Furlbach“ ein. Hier ist das natürliche Bachbett weitgehend erhalten. Der Furtbach wendet sich 140 m östlich des Bentteichs in südliche Richtung, unterquert den Diemel-Ems-Wanderweg X3 und vereinigt sich 360 m weiter südlich mit dem von Osten heranfließenden Quellbach des Furlbachs. Dieser entspringt 580 m nordöstlich des Zusammenflusses in einem Quellmoor.

Romantisches Furlbachtal

Der Zusammenfluss liegt bereits auf dem Gebiet der Stadt Schloss Holte-Stukenbrock (Kreis Gütersloh). Von dort fließt der Furlbach durch eine teilweise tief in den Sandboden eingeschnittene Schlucht in südwestlicher Richtung weiter, durchquert ein kleines Feuchtgebiet und erreicht ein ehemaliges Wehr. Die Brücke über das Wehr wurde 2026 zerstört. Das Wehr lenkt Wasser in einen kurzen, mäandrierenden Mühlengraben mitten im Wald. 580 m weiter südwestlich unterquert der Furlbach den Mittweg. Dort befinden sich eine Bushaltestelle, ein Wanderparkplatz und ein Wasserwerk, das Trinkwasser für Bielefeld gewinnt. Am Wanderparkplatz startet der Rundwanderweg „Romantisches Furlbachtal“, der zunächst bachaufwärts durch die Schluchten bis an den Rand von Augustdorf und an den Bentteichen vorbeiführt. Eine Informationstafel am Furlbach informiert über Groppen, Bachneunaugen und Köcherfliegenlarven, die im Bachbett leben.

Wenige Meter unterhalb des Mittwegs nimmt der Furlbach den von links zufließenden Bärenbach auf. Der 2,2 km lange Bach ist fast komplett als Naturbach erhalten. Er durchfließt ein unzugängliches Tal mit Mooren und Feuchtgebieten auf dem Gebiet des Truppenübungsplatzes Senne. Die Quelle befindet sich rund 500 m nördlich der Straße K47 „Am Bärenbach“ und 900 m westlich der Haustenbecker Straße (L942).

Romantisches Furlbachtal bei Stukenbrock-Senne (Foto Jens J. Korff 2012)

Romantisches Furlbachtal (Foto Jens J. Korff 2012)

Romantisches Furlbachtal (Foto Jens J. Korff 2026)

Romantisches Furlbachtal (Foto Jens J. Korff 2026)

Infotafel über Groppen, Bachneunaugen und Köcherfliegen (Foto: Jens J. Korff 2026)

Mittel- und Unterlauf

Der Mittellauf des Furlbachs passiert das Grünland zwischen Eselheide und Stukenbrock-Senne in südwestlicher Richtung, nördlich parallel zur Straße Am Furlbach, unterquert die Paderborner Straße (L756) 550 m südlich von Eselheide, passiert den Sennesee südlich (am Campingplatz „Am Furlbach“) und unterquert die Autobahn 33. Westlich der Autobahn passiert er den Campingplatz „Jägerkrug“ und unterquert die Alte Poststraße, die hier die Kreisgrenze bildet.

Der Unterlauf westlich der Alten Poststraße befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Hövelhof (Kreis Paderborn). Südlich des Bahnhofs Hövelriege unterquert der Furlbach die Bahnstrecke Bielefeld-Paderborn, dann die Hövelrieger Straße (L935). Zwischen dem 5 ha großen Naturschutzgebiet Rixelbruch (einem Feuchtgebiet) und dem Ortsteil Riege füllt der Furlbach mehrere Stauteiche, wird aber durch Umfluten daran vorbeigeführt. Westlich des Furlkrögerhofs fließt von links ein namenloser Nebenbach zu. Der Bach passiert den Hof Furlmeyer und die ehemalige Furlmühle 530 m westlich von Riege. Auf den letzten 4,8 km ist der Furlbach begradigt und passiert das Ackerland zwischen Riege, Espeln, Kaunitz und Steinhorst. Dabei unterquert er die L757 zwischen Kaunitz und Hövelhof. Vor der L751 zwischen Kaunitz und Steinhorst wird er künstlich nach Süden abgeleitet und mündet nach 660 m in die Ems, wo diese die L751 unterquert. Der ursprüngliche Bachlauf ist noch teilweise erhalten und führt von der L757 in westlicher Richtung weiter ins Naturschutzgebiet Steinhorster Becken auf dem Stadtgebiet von Delbrück.

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